Stressbewältigung

Stressbewältigung

Stressbewältigung – Jetzt einfach anrufen und unverbindlich über Ihre Vorteile von Ihrem Personal Coach informieren und beraten lassen unter

Telefon 06027-46 22 063

In unserer modernen Leistungsgesellschaft kann kaum noch jemand sagen, dass er nicht gestresst ist.

Die Frage lautet eher, ob man nur ein wenig oder stark gestresst ist bzw. ob man nur eine vorübergehende Stressphase durchmacht oder ob der Stress bereits chronisch geworden ist.

Kein Mensch verkraftet dauerhaft starken Stress, ohne dass dies spürbare psychische oder physische Auswirkungen hat.

Im schlimmsten Fall zieht der Organismus die Notbremse in Form des gefürchteten Burnout-Syndroms.

Wenn es erst einmal so weit gekommen ist, braucht ein Mensch Monate oder Jahre, um wieder zu alter Lebensfreude und Produktivität zurück zu finden.

Deshalb sollte man es gar nicht erst so weit kommen lassen. Sowohl für den Einzelnen, als auch für Unternehmen ist es sinnvoll eine aktive Burn-Out-Prophylaxe zu betreiben.

Ein glücklicher Mitarbeiter ist auch ein produktiver Mitarbeiter.

Länder wie die Schweiz machen vor, dass eine Unternehmenskultur, die diesen Namen wirklich verdient und eine starke Wirtschaft keine Gegensätze sind, sondern sich geradezu gegenseitig bedingen.

– Aber ist Stress überhaupt immer grundsätzlich schlecht?

Stressbewältigung: Natürliche Stressreaktionen und Stressbewältigung

Eine natürliche Stressreaktion hat unseren Vorfahren bis zu einer evolutionsgeschichtlich kurzen Zeit einen eindeutigen Vorteil beim Überleben in Gefahrensituationen gebracht.

In der freien Natur besteht die sinnvollste Reaktion auf eine akute Gefahr gewöhnlich in Flucht oder Kampf.

Bei der Flucht aktiviert der Körper kurzzeitig seine gesamten Leistungsreserven durch eine eine verstärkte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin.

Die entscheidenden Muskel werden stärker durchblutet, damit sie ihre maximale Leistung erbringen können.

Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Wichtig ist, dass alle diese Vorgänge nur für eine kurzzeitige Höchstleistung ausgelegt sind. Anschließend ist es notwendig, dass der Körper sich wieder regeneriert.

Im Tierreich existieren zu diesem Zwecke Methoden, die uns abhanden gekommen sind bzw. die wir als krankhaft ansehen und deshalb nach Möglichkeit unterdrücken: Hierzu gehören ein heftiges Zucken oder Schütteln.

Außerdem müssen alle Tiere nach erfolgter Flucht unbedingt eine Erholungspause einlegen, um sich wieder zu regenerieren.

Beim Kampf sind die körperlichen Reaktionen ähnlich zu denen bei der Fluchtreaktion. Der Hauptunterschied besteht in einer zusätzlichen Anpassung verschiedener Hirnreaktionen.

Beim Kampf können ebenfalls vorübergehend enorme Kräfte freigesetzt werden.

Eine Erholungsphase ist bei dieser Reaktionsart ebenfalls zwingend notwendig.

Stressbewältigung - Stress bewältigen Klaus Schönstedt

Stressbewältigung: Höchstleistungen unter Stress und Stressbewältigung

Immer wieder erreichen uns Berichte von Personen, die in akuten Notlagen kurzzeitig im wahrsten Sinne des Wortes übermenschliche Leistungen vollbringen.

Bekannt ist beispielsweise die Geschichte von der Mutter, die mit bloßen Händen ein ganzes Auto hochheben konnte, um ihr darunter liegendes Kind zu retten.

So unglaublich solche Erzählungen anmuten mögen, werden sie im Zusammenhang mit einer natürlichen körperlichen Stressreaktion stärker nachvollziehbar:

Wenn es um Leben und Tod geht ist der Körper in der Lage zeitweise ein Maximum an Kraft und Ausdauer zu erlangen, das unter gewöhnlichen Umständen unmöglich wäre.

Dies geschieht durch die Aktivierung der letzten Reserven, die gewöhnlich zum Schutze des eigenen Organismus unangetastet bleiben.

Deshalb ist eine mögliche negative Folge solch unglaublicher Höchstleistungen der komplette körperliche Zusammenbruch bis hin zum plötzlichen Tod.

Ein bekanntes geschichtliches Beispiel für solch einen drastischen Fall wurde von dem Geschichtsschreiber Herodot überliefert.

Er berichtet von dem griechischen Boten Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen nach Sparta lief, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu holen.

Daraus formte sich später eine Legende, der zufolge sich ein Läufer nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den ca. 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht hat und dort nach der Verkündung seiner Botschaft „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen ist.

Dies ist der Ursprung des modernen Marathonlaufes.

Stressbewältigung: Positiver Stress (Eustress) und Stressbewältigung

Die beiden Hauptziele der natürlichen Stressreaktion bestehen im Sichern des eigenen Überlebens und in der Erfüllung natürlicher Grundbedürfnisse.

Da diese Reaktionen, wie oben gezeigt einen eindeutigen evolutionären Vorteil bringen, haben in der Regel die Menschen überlebt, die ausgeprägte natürliche Stressreaktionen zeigten.

Wir stammen also alle gewissermaßen von gestressten Vorfahren ab. dabei mag es vordergründig so aussehen, als seien diese Reaktionen in unserer modernen Gesellschaft völlig unangemessen.

Doch auch unsere alltägliche Büroarbeit erfüllt zunächst einmal die Funktionen des reinen Überlebens und der Erfüllung unserer Grundbedürfnisse.

Der natürliche Stress kann in drei Phasen eingeteilt werden.

Dies sind die Anforderungsphase, die Leistungsphase und die Erholungsphase.

Im Prinzip ist natürlicher Stress nichts Schlechtes, sondern eine Grundvoraussetzung für jedes Erbringen von Leistungen.

Wir erleben natürlichen Stress bei der Arbeit, wenn wir uns von einer Aufgabe im positiven Sinne herausgefordert fühlen und hochmotiviert und mit großer Energie und hoher Konzentration an die Sache herangehen.

Diese Form von positiven Stress nannte Hans Seyle – der österreichisch-kanadische Vater der Stressforschung – „Eustress“ (von der griech. Vorsilbe „eu“ = „wohl, gut, richtig, leicht“).

Ein bestimmtes Maß an Eustress ist alles andere, als negativ, sondern gehört sogar unbedingt zu einem erfüllten Leben dazu.

Stressbewältigung: Negativer Stress (Disstress) und Stressbewältigung

Stressbewältigung - Stress bewältigen durch Personal Coaching

Das große Problem unserer heutigen modernen, hektischen und hochtechnisierten Welt ist also nicht die Tatsache, dass wir überhaupt Stress haben, sondern die beständige Zunahme von negativen Stress.

Diese Art von Stress nannte Hans Seyle „Disstress“ (von der griech. Vorsilbe „dys“ = „miss-, schlecht“).

Disstress entsteht oftmals bereits dadurch, dass in unserer modernen Kommunikations- und Medienwelt ständig Sinnesreize auf uns einprasseln, die unsere evolutionär bedingten Strategien von Flucht oder Kampf aktivieren, ohne dass uns dazwischen Erholungspausen zur Verfügung stehen würden.

Zu den insbesondere in den großen Ballungsgebieten stark verbreiteten Stressfaktoren gehören Dinge, wie permanenter Lärm, starker Verkehr und ständige, laute Reklame.

Da sich bei negativen Stress die Aufmerksamkeit und die Konzentration stark verschlechtern, werden diese Stressoren insbesondere am Arbeitsplatz als extrem störend empfunden.

Stressreaktionen werden ebenfalls durch negative Gefühle wie Ärger, Hass, Neid, Wut und Angst ausgelöst.

Nicht umsonst bezeichnet man ein Betriebsklima, in dem solche negativen Emotionen „in der Luft zu hängen“ scheinen, als vergiftet.

Stressbewältigung: Natürliche Fluchtreaktionen und Stressbewältigung im Büroalltag

Ein weiteres Problem besteht darin, dass wir auch in Situationen, wie dem ganz normalen Büroalltag im Stresssituationen unweigerlich das alte evolutionär bedingte Programm von Flucht oder Kampf abrufen.

Wird beispielsweise ein Mitarbeiter von seinem Vorgesetzten zurechtgewiesen, setzt oft automatisch eine typische Fluchtreaktion ein, da der Mitarbeiter sich in einer unterlegenen Position befindet.

Sein Puls beschleunigt sich und seine Augen suchen nach einem Ausgang, also nach Fluchtmöglichkeiten.

Ist das Gespräch endlich beendet, wird dieser Mitarbeiter wahrscheinlich die nächstbeste Möglichkeit ergreifen das Büro zu verlassen, um beispielsweise ein paar Schritte an der frischen Luft zu machen.

Daher stammt auch die Redewendung sich im Umgang mit Ärger „einmal richtig Luft machen zu müssen“.

In besonders schweren Fällen kann es in solchen Situationen sogar zu einem unkontrollierten Händezittern kommen.

Auch hier zeigt sich, dass wir noch heute die gleichen körperlichen Reaktionen, wie unsere Vorfahren haben.

Stressbewältigung: Natürliche Kampf-Strategien und Stressbewältigung im Büro

Wenn wir uns dahingegen in einer gleichrangigen oder gar überlegenen Position wähnen ist es wahrscheinlich, dass die obige Stresssituation im normalen Büroalltag zur Aktivierung der ebenfalls aus der tiefsten Steinzeit stammenden Kampf-Strategie führt.

Zu den entsprechenden typischen Symptomen gehören Dinge, wie ein hoher Puls, ein flaues Gefühl im Magen, aber auch Gefühle des Mutes und der eigenen Stärke.

Auch diese Reaktionsweise verdeutlicht, dass wir, obwohl wir heute nicht mehr mit den gleichen elementaren Herausforderungen wie unsere Vorfahren konfrontiert sind, immer noch die gleichen alten körperlichen und geistigen Reaktionen haben.

Dabei ist der entscheidende Punkt, dass diese Flucht- und Kampfreaktionen völlig automatisch ablaufen.

Unser Verstand ist bei einem extrem erhöhten Adrenalinspiegel in Folge einer starken Stressreaktion im Zweifelsfall komplett ausgeschaltet.

Dann sind wir ganz auf unser instinktives Programm zurückgeworfen.

Um dies zu vermeiden, lautet ein alter Ratschlag bei Ärger zunächst in Ruhe bis zehn zu zählen – und erst dann zu reagieren.

Stressbewältigung: Unnatürlicher (menschlicher) Stress und Stressbewältigung

Unter unnatürlichem, von Menschen verursachten, Stress versteht man eine Reihe von Reaktionsmustern, die nicht mehr im Zusammenhang mit einer akuten Situation stehen, sondern bereits chronisch geworden sind.

Deshalb erscheinen einem solche Verhaltensmuster oftmals gar nicht mehr, als etwas Unnatürliches oder Ungesundes, sondern als der „Normalzustand“.

In Wirklichkeit hat solch ein Fehlverhalten äußerst weitreichende Auswirkungen, die bis hin zu Strukturveränderungen in unserem Gehirn reichen.

Tatsächlich haben Neurobiologen nachgewiesen, dass durch chronischen Stress die Verbindungen der Synapsen der Gehirnzellen ihre Struktur dahingehend verändern, dass das stressbedingte Reaktionsmuster eingeprägt und somit körperlich verfestigt wird.

Zu den besonders häufigen Formen von ungesunden Reaktionsmustern auf als belastend empfundene Zustände gehören bestimmte Verhaltensmuster aufgrund von Zeitdruck, einer mangelhaften Prioritätensetzung, Vertrauensmangel und unerfüllten Erwartungen.

Der Stress entsteht dadurch, dass zum Umgang mit diesen Belastungsfaktoren auf unnatürliche Programme zur Stressbewältigung zurückgegriffen wird, welche erst recht krankmachend sind.

Aufgrund ihrer starken Verbreitung in unserem modernen Alltag lohnt es sich, die einzelnen Faktoren einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Stressbewältigung: Zeitdruck und Stressbewältigung

Wenn permanenter Zeitdruck zum Normalzustand wird, kann dies zu einer gefühlsmäßigen Abstumpfung führen.

Der Betroffene kann im Extremfall gar nicht mehr sagen, ob es ihm gut oder schlecht geht, da er für solche Emotionen schlicht keine Zeit zu haben glaubt.

Dies führt wiederum regelmäßig dazu, dass sich solch eine Person erst einen besonders starken Kick holen muss, um überhaupt wieder etwas zu empfinden.

Solch ein Kick kann beispielsweise in Form von sexuellen Abenteuern und Extremsport gesucht werden.

Auch eine erhöhte Neigung zu einem unkontrollierten Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen Suchtmitteln ist in diesem Falle häufig zu beobachten.

Solch eine Abstumpfung führt außerdem oft zu einer verringerten Aufmerksamkeit gegenüber den eigene Körpersignalen.

Macht der Körper durch Symptome wie beispielsweise Kopf- oder Magenschmerzen auf seine Überlastung aufmerksam, gönnt man ihm dann trotzdem keine Ruhe, sondern macht sich sogar daran diese Hilferufe des Körpers mit Hilfe von Genussmitteln, Medikamenten oder Drogen zu „kurieren“.

Dies setzt einen Teufelskreislauf in Gang, der im Extremfall direkt in den Burn-Out führt.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt es sich deshalb dringend rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und mit Hilfe einer allgemeinen Lebensumstellung und eines wirkungsvollen Entspannungstrainings einem totalen Zusammenbruch entgegenzusteuern.

Stressbewältigung: Mangelhafte Prioritätensetzung, Vertrauensmangel und Stressbewältigung

Unser Gehirn ist nicht in der Lage mehreren Dingen gleichzeitig seine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Diese Tatsache hat bei einer mangelhaften Prioritätensetzung schnell deutlich sichtbare negative Konsequenzen. Multitasking ist ein permanentes, schnelles Wechseln zwischen verschiedenen Aktivitäten.

Dies führt insbesondere bei einer mangelhaften Prioritätensetzung schnell zu einer Überlastung, wodurch die Qualität aller durchgeführten Arbeiten sinkt. Die Schwierigkeit Prioritäten zu setzen entstammt oftmals dem überzogenen Ehrgeiz alles gleich wichtig zu nehmen.

Eine nachlassende Qualität der eigenen Leistung führt zu der Notwendigkeit zusätzliche Zeit für Nachtbesserungsarbeiten zu verwenden.

Dadurch wird wiederum schnell das oben beschriebene Muster unter Zeitmangel aktiviert, wodurch sich die Lage weiter zuspitzt.

Eine ähnliche Situation entsteht auch, wenn man aufgrund eines mangelnden Vertrauens in seine Arbeitskollegen nicht in der Lage ist Arbeiten abzugeben. Auch überzogene Erwartungen in bestimmte Personen oder Situationen führen schnell zu einer starken Zunahme von unnatürlichen Stress.

All diese Reaktionsmuster führen auf Dauer in den Burn-Out oder in die Depression.

Stressbewältigung: Körperliche Auswirkungen einer mangelhaften Stressbewältigung

Unter Stress kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol.

Der Körper konzentriert alle seine Ressourcen auf die für die archaischen Kampf- oder Fluchtstrategien nötigen Organe.

Das Herz schwillt bis zum vierfachen seiner normalen Größe an, die Pupillen weiten sich, die Körperhaare stellen sich auf, die Durchblutung der Haut wird reduziert.

Fett und Eiweiß werden zu Glucose umgebaut.

All dies sind sinnvolle Maßnahmen zur Erbringung von körperlichen Höchstleistungen.

Das Problem ist nur, dass wir diese Symptome heute oft in einem Kontext zeigen, in dem keine körperlichen Aktivitäten folgen.

Wenn wir dem Körper außerdem keine Möglichkeit zur Entspannung geben, kommt es zu einer dauerhaften Belastung durch Stresshormone.

Solch eine chronische Stressbelastung führt schnell zu einer Reihe Krankheiten im Zusammenhang mit der Schwächung der Nebenniere und des Immunsystems.

Eine weitere mögliche Folge ist die Herunterreglung des limbischen Systems.

Dies führt zu der oben unter „Zeitdruck“ beschriebenen emotionalen Erstarrung. Außerdem wird im Gehirn die Funktion der Spiegelneuronen gehemmt.

Diese Nervenzellen sind für Gedächtnis, Lernfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Kreativität verantwortlich.

Dies hat zur Folge, dass wir in akuten Stresssituationen nicht in der Lage sind kreative Auswege zu finden. Stattdessen rufen wir das uralte Reaktionsprogramm von Kampf und Flucht auf.

Ein Teufelskreislauf setzt ein, der auf längere Sicht direkt in den Burn-Out führt.

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, ist es deshalb äußerst ratsam gerade bei starkem Stress auf eine der unter „Entspannungstraining“ beschrieben Techniken zurückzugreifen.